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Das Weinjoker Weinbewertungssystem

Erfahre hier alles über das 12 Punkte Weinbewertungssystem von Weinjoker.

Mit nur 12 Punkten zum zuverlässigen Gesamteindruck.

Inhalt

        1. Weinbewertung und Werbeversprechen
        2. Wein ist und bleibt persönliche Geschmackssache
        3. Probieren geht immer über studieren
        4. Mit nur 12 Punkten zum zuverlässigen Gesamteindruck
        5. Das Weinjoker Weinbewertungssystem – In der Kürze liegt die Würze
          1. Punkte Erläuterungen von 1 bis 12
        6. Die Faustregel zum Weinkauf

Weinbewertung und Werbeversprechen: Marketing ist oft nur Meinungsmache

Angesichts der häufig übertrieben blumigen Sprache in Werbetexten zu Weinbewertungen bietet sich eine zeitgemäße Erweiterung des deutschen Sinnspruchs an, demzufolge nicht nur Papier, sondern heutzutage speziell auch das Internet sehr geduldig ist. Bezieht man als Weinfreund und Kenner mitunter sogar teils täglich neu eintreffende Weinangebote per Newsletter, wird einem schnell klar, wie ähnlich sich die rhetorisch geschickt und elegant ausformulierten Texte der diversen Anbieter in der Regel sind. Auch wirklich jeder noch so möglicherweise recht durchschnittliche und eher unbekannte Tropfen wird in den üblichen Verkostungsnotizen zum „einzigartigen Erlebnis für Gaumen und Geschmack“ stilisiert. Mit der tatsächlichen Qualität der auf diese Weise so schlau und verführerisch beworbenen Weine haben derartig wortreiche und geschulte Versprechungen jedoch nur selten etwas zu tun. Das eigentliche Ziel der digitalen Dauerpost mit Hunderten von Weinangeboten ist ja auch weniger die unabhängige Information des einschlägig interessierten Kunden, sondern die möglichst schnelle Erzeugung des Kaufreizes. Dem gleichen Zweck dienen meist auch die häufig auftauchenden Angebote mit nur kurzer Gültigkeit, bei denen einzelne Weine gleich im Dutzend oder noch darüber zu Sonderpreisen an Mann und Frau gebracht werden sollen.

Wein ist und bleibt persönliche Geschmackssache und das ist auch gut so

Auch wenn alle Weinliebhaber natürlich im wahrhaften und wortwörtlichen Sinn den Wein lieben, bedeutet das ja noch nicht, dass sie alle exakt und übereinstimmend die gleichen Weine lieben. Dabei sind farbliche Präferenzen und grob geschmackliche Vorlieben noch das einfachste Kriterium zur Einteilung und Unterscheidung. Manche mögen es eben heiß, andere wiederum lieber rot, rosa oder weiß. Die individuellen Weingeschmäcker sind auch gut geeignet, um daran zu erinnern, dass sich eben über Geschmack nicht streiten lässt. Was dem einen Kunden zu lieblich ist, erscheint einem anderen womöglich sogar zu herb. Die medizinische Forschung besitzt mittlerweile interessante Fakten zur Funktionsweise der humanen Geruchs- und Geschmacksnerven, welche auf eine vergleichbar subjektive und personalisierte Wahrnehmung hindeuten wie bei optischen Eindrücken. Insofern sind insbesondere die ausschmückenden Adjektive in den gängigen Verkostungshinweisen mit Vorsicht zu genießen. Mehr Aussagekraft als abgedroschene und belanglose Plattitüden wie etwa „aromatisch, kräftig, sanft, erwachsen“ verfügen dahingegen objektive Daten zu Sorten und Regionen, Lagen und Böden, Gütern und Genossenschaften sowie Wind- und Wetterverhältnissen in der Wachstumsphase des jeweiligen Jahrgangs.

Probieren geht immer über studieren: So prüfe, wer sich an große Mengen bindet

Wenn es um Weinbestellungen geht, sind spektakulär publik gemachte Rabattschlachten meist nicht fern. Preisnachlässe von bis zu über weit 50 Prozent sind keine Seltenheit, für manche Erzeugnisse gewährt der Onlinehandel sogar noch höhere Abschläge. Kennt der Kunde zufälligerweise den so angepriesenen Wein und schätzt ihn, kann er sich ebenfalls glücklich über das gute und günstige Angebot schätzen. Ist dies jedoch wie meistens nicht der Fall und er oder sie erwirbt das Produkt sozusagen als „Katze im Sack“, ist die Gefahr allerdings groß, den Weinvorrat für einen Jahresbedarf als „Klotz am Bein“ zu haben. Auch zum Kochen möchte man das einst so verlockende Angebot dann irgendwann nicht mehr verwenden. Und die immer gleiche Flasche mit demselben Etikett großzügig im gesamten Familien- und Freundeskreis zu verschenken, wird garantiert irgendwann Misstrauen im Bezug auf das angebliche Weinwissen des Schenkenden wecken. Die Möglichkeiten für Retouren und Rückversand der Flaschen, Kisten und Kartons sind gleichermaßen oftmals zeitlich begrenzt oder aufwendig und zeitraubend. Wahrheitsgemäße Weinbewertungen im Internet sind eher die Ausnahme somit eine alleinig nicht ausreichende Grundlage, Weine in größeren Mengen nach Hause zu ordern. Wer aber doch an Neuem interessiert ist und sich angenehm überraschen lassen möchte, der besitzt mit dem Weinbewertungssystem von „WeinJoker“ jetzt ein ausgesprochen nützliches Instrument.

Mit nur 12 Punkten zum zuverlässigen Gesamteindruck bei Geruch und Geschmack

Anders als viele der bisherigen Bewertungssysteme mit ihren teilweise bis zu 100 Punkten und Parametern bietet die Methode zur Weinbewertung von „WeinJoker“ einen schnell und leicht nachvollziehbaren sowie übersichtlichen Weg, um sich im dichten Dschungel aller Weine dieser Welt gut zurechtzufinden. Die Vergleichbarkeit der unzähligen angebotenen und erhältlichen Weine kann mit dem neuen Bewertungssystem samt dessen lediglich 12 Punkten einfach, deutlich und praktisch veranschaulicht werden. Das in enger Kooperation und Zusammenarbeit mit einem erfahrenen und schon seit Jahren professionell tätigen Sommelier entwickelte Konzept überzeugt durch seine Kompaktheit und Konzentration auf das Wesentliche. Speziell Weinfreunde, die gerne und häufig größere Stückzahlen bzw. Pakete mit Weinen unterschiedlicher Herkunft bestellen, können mit dem WeinJoker-12er-System sämtliche gelieferte Sorten für ihren Eigengebrauch klassifizieren. Somit lässt sich eine auch in Zukunft stets erneut nutzbare und informative Visitenkarte für jede Weinsorte anlegen. Für Inhaber umfangreicher Weinkeller und vielseitiger Weinsammlungen besteht mit der neuen Weinbewertungsmethode eine gut verständliche sowie sinnvoll strukturierte Hilfe zur besseren Orientierung. Das lästige Rätselraten, welcher Wein denn nun genau letztes Jahr so hervorragend zu einem bestimmten Essen gepasst hat, gehört ab sofort der Vergangenheit an.

Weinbewertungssystem

Das Weinjoker Weinbewertungssystem

In der Kürze liegt die Würze: Denn wie Gedichte verfasste Weinkritik gibt es genug

Das moderne, neuartige sowie einfach, schnell und wirklich übersichtlich zu handhabende Weinbewertungssystem von „WeinJoker“ ermöglicht die Klassifizierung aller Weinsorten im persönlichen Bestand in Windeseile. Auch wenn es sich bei der jeweiligen Punktezahl natürlich unterm Strich um unsere individuellen Einschätzungen handelt, fühlen wir uns doch aufgrund der Erfahrung mit bereits über 100 derart getesteten Erzeugnissen und dem generell positiven Feedback in Bezug auf die Effektivität der Methode bestätigt. „WeinJoker“ bewertet auch ausschließlich einzeln und eigenständig sowie in geselliger Runde mit passender kulinarischer Untermalung getestete Tropfen. Massenverkostungen im Stile von „Hauruck“ und „Hopphopp“ gibt es bei uns garantiert nicht. Im Gegensatz zu oftmals geradezu lyrisch erscheinenden Ergüssen in Testberichten, die vor sprachlich gewagten Konstruktionen nur so wimmeln und letzten Endes mehr von der Persönlichkeit des Testers widerspiegeln als von derjenigen des beschriebenen Produkts, stehen bei uns auch stets einfache, klare und verständliche Formulierungen im Fokus. Wie sich das Punktesystem unserer Weinbewertung genau und im Einzelnen aus den drei Kriterien Geruch, Geschmack und Gesamteindruck zusammensetzt und somit eine fein abgestufte aussagekräftige Orientierung bietet, wird in den folgenden kurzen Absätzen auch anhand von konkreten Beispielen erläutert.

  • 12 Punkte: exzellent

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Ein absolut außergewöhnlicher Spitzenwein mit Weltklasse, bei dessen Genuss einem die Worte fehlen. Nur sehr wenige internationale Spitzen-Weine erreichen diese Punktezahl. In Deutschland und Österreich fallen vor allem die „Prädikatsweine“ in diese Kategorie, für die diverse, gesetzlich vorgeschrieben sowie streng überprüfte Auflagen erfüllt werden müssen. Deutsche „Prädikatsweine“ sind als Auslese, Beerenauslese, Eiswein, Kabinett sowie Spätlese und Trockenbeerenauslese erhältlich. Das österreichische Weingesetz definiert als „Prädikatsweine“ Ausbruch, Auslese, Beerenauslese und Spätlese sowie Trockenbeerenauslese. Das inoffizielle Qualitätssystem des privaten „Verbands Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter (VDP)“ verleiht sehr gut gelungenen Erzeugnissen das Etikett „Große Lage“. Vergleichbare Klassifikationen sind die „Denominazione di Origine Controllata e Garantita (DOCG)“ in Italien, die „Appellation d’Origine Contrôlée (AOC)“, sowie „Cru“, Grand Cru“ und „Grand Vin“ in Frankreich und die „Denominación de Origen Calificada“ (DOC) sowie „Vino de Pago (VP)“ in Spanien. Die EU-Weinmarktordnung von 2009 verleiht Qualitäts- und Prädikatsweinen eine geschützte Ursprungsangabe (u.G.). Australiens Spitzenlagen tragen die Bezeichnungen „Outstanding“ oder „Superior“, das Weinsystem in Südafrika kennt als höchstes Gütesiegel den „Wine of Origin“.

  • 10-11 Punkte: ausgezeichnet

Ausgezeichnete ausgewogene Tropfen, die ohne Zögern weiterempfohlen werden können. Ein sehr guter Gesamteindruck samt toller Balance und einem ebensolchen Charakter. Ein perfekt ausgeglichenes Spiel zwischen Säure, Süße, Frucht und Tanninen. In Deutschland handelt es sich hierbei häufig um „Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (QbA)“ und „Qualitätswein mit Prädikat“. Österreich verleiht für derartige Qualitäts- und Prädikatsweine die Auszeichnung „Districtus Austriae Controllatus (DAC)“. In Frankreich tragen solche edle Tropfen oftmals die Etiketten „Appellation contrólée“ oder „Vins Délimités de Qualité Supériéure“. Italien nutzt hierfür die zweithöchste Qualitätsstufe „Denominazione di origine controllata (DOC)“, Spanien das vergleichbare Siegel „Denominación de Origen (DO)“.

  • 7-9 Punkte: überdurchschnittlich

Ein sehr gutes Produkt mit hohem Genussfaktor. Trotz einiger weniger Abzüge macht der Tropfen einen guten Gesamteindruck und ist daher zu empfehlen. Als Stufen für diese Kategorie kommen sowohl einfachere Qualitätsweine als auch bessere Landweine infrage. In Deutschland können sich manche Landweine durchaus mit Qualitätsweinen messen, die offizielle Unterscheidung bezieht sich zumeist eher auf das Mindestmostgewicht und den maximalen Hektarertrag. Italien kennzeichnet diese Erzeugnisse mit dem Ausdruck „Indicazione Geografica Tipica (IGT)“, Frankreich nennt Landweine „Vins de Pays“ oder „Indication Géographique Protégée (IGP)“, Spanien nutzt den Weintitel „Vino de la Tierra (VdlT)“.

  • 6 Punkte: durchschnittlich

Ein guter Tropfen, der grundsätzlich jederzeit trinkbar ist. Ein ausbalancierter Genuss trifft auf einige kleine Schwächen in Bezug auf Abgang, Länge, Struktur oder Tiefe. Deutsche Winzer würden schlichte Landweine oder bessere Tafelweine derartig einstufen, seit 2009 lautet die amtliche Bezeichnung „ohne Herkunftsbezeichnung“. Europäische Analogien sind „Vino de la Mesa“ in Spanien, „Vins de Table“ in Frankreich, „Vino da Tavola“ in Italien und „Vinho regional“ in Portugal.

  • 1-5 Punkte: unterdurchschnittlich

Ein trinkbarer Tropfen mit jedoch eindeutigen Schwächen. Nur wenig bis kein Ausdruck, flach bis leer und geschmacklich recht dünn oder wässrig. Viele Verschnitte aus billigen Tafelweinen zu kühler oder nasser Jahrgänge aus der EU sind als unterdurchschnittlich zu bewerten. Oft werden sie als Massenware und Sonderangebote in der Kartonabfüllung geradezu „verramscht“. Eine eigene Stufe besitzen diese Erzeugnisse nicht, als Merkmal zur Erkennung dient aber ihr Auftauchen in Discountermärkten. Wie im letzten Abschnitt erläutert, hilft der jeweilige Weinpreis auch definitiv bei der Einschätzung der Qualität. Die Legende, nach der sich mitunter sogar Spitzenweine unter niedrigen Preisen „verstecken“, ist leider in der absoluten Mehrheit der Fälle nur ein Marketingmärchen.

Die Faustregel zum Weinkauf: Was Sie bezahlen, ist auch das, was Sie trinken

Aus dem bislang Geschriebenen sollte deutlich geworden sein, dass amtliche Aufteilungen in Klassen und Kategorien nicht der Fantasie der Winzer entspringen, sondern vielmehr in der Tat einen sinnvollen Hintergrund haben. Ein als „Schnäppchen“ angepriesener Tropfen zum Preis von 1,99 Euro wird geschmacklich so gut wie nie das halten, was er laut seiner Werbung verspricht. Wir empfehlen deshalb eine Preisspanne von mindestens 5 bis 7 Euro für gute und handwerklich gewissenhaft gemachte Alltagsweine. Wirklich besondere und herausragende Spitzenweine sind im Handel jedoch nur im Ausnahmefall unter 10 bis 12 Euro pro Flasche erhältlich und können ggf. auch je nach Jahrgang deutlich teurer sein.

 

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Informationen zur Artikelbeschreibung und Aktualität:
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