Morgon AOC Vieilles Vignes 2024 bei Svinando
Romuald Petit
Im Beaujolais gibt es einen Hügel, der so besonders ist, dass daraus sogar ein eigener Begriff entstanden ist, um die Entwicklung seiner Weine zu beschreiben. Man sagt nämlich, ein Wein „morgonnisiert“, wenn er im Laufe der Jahre die einfachen Noten frischer Früchte hinter sich lässt und eine erdige, tiefgründige Komplexität entwickelt, die fast an die großen Pinot Noirs der Côte d’Or erinnert. Der Morgon AOC Vieilles Vignes vom Domaine Romuald Petit führt uns mitten ins Herz dieser Transformation. Obwohl sich der Sitz des Weinguts in Saint-Véran im Mâconnais befindet, hat sich Romuald entschieden, sich einem der prestigeträchtigsten und strukturiertesten „Cru“ des Beaujolais zu widmen. Hier wird die Landschaft von der „Roche Pourrie“ geprägt, einem zersetzten Gestein aus Schiefer und Eisenoxid, das den Weinen eine außergewöhnliche Kraft und Langlebigkeit für die Region verleiht. Der Begriff „Vieilles Vignes“ bezeichnet Reben mit tiefen Wurzeln, die Jahrzehnte alt sind und jede noch so feine mineralische Nuance aus dem Untergrund ziehen können. Erwarten Sie hier keinen leichten Wein zum unkomplizierten Trinken. Die AOC schreibt Standards vor, die ganz auf Lagerfähigkeit und die Treue zum Terroir ausgerichtet sind und sich deutlich von den kommerzielleren und leichteren Versionen unterscheiden, die anderswo in der Region produziert werden. Reiner Gamay, der in diesem Wein seine unbeschwerte Seite ablegt, um seine dunklere und faszinierendere Persönlichkeit zu zeigen. Die Trauben werden nur teilweise entrappt, sodass ein kleiner Anteil an Stielen erhalten bleibt, der während der Gärung im Edelstahltank Struktur und Frische verleiht. Die Maischestandzeit dauert 10 bis 15 Tage – eine lange Zeitspanne, die Farbe und Tannine intensiviert. Anschließend reift der Wein 10 Monate in Eichenfässern, ein entscheidender Schritt, um die Energie des Gamay zu zähmen und seine Konturen zu verfeinern. Intensives Rubinrot, fast undurchdringlich, mit wunderschönen violetten Reflexen. In der Nase ein Konzert kleiner dunkler Früchte wie Brombeere und Heidelbeere, ergänzt durch Veilchennoten und einen Hauch schwarzen Pfeffers. Mit der Zeit im Glas tritt jene eisenhaltige mineralische Note hervor, die die authentische Signatur des Terroirs von Morgon darstellt. Am Gaumen voll und fleischig, mit präsenten, aber äußerst seidigen Tanninen und einem Finale, das an Lakritz erinnert. Perfekt, um besondere Momente stilvoll zu begleiten.
Flasche: Preis pro Liter: 28.00 €
EAN/GTIN:
Allergene: enthält Sulfite
Bild: Svinando
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