Châteauneuf-du-Pape Blanc Roussanne Vieilles Vignes Bio (2024) – Château de Beaucastel (Famille Perrin) – Weißwein aus Frankreich bei Weinfreunde

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Châteauneuf-du-Pape Blanc Roussanne Vieilles Vignes Bio (2024) – Château de Beaucastel (Famille Perrin) – Weißwein aus Frankreich bei Weinfreunde 

Château de Beaucastel (Famille Perrin)

Das Besondere an diesem Wein Man ist stets gut beraten, mit Superlativen sparsam zu haushalten. In diesem Fall jedoch ist Großzügigkeit mehr als begründet, denn es ist die Rede von einem der unbestritten besten Weißweine Frankreichs. Nur 6000 Flaschen kommen jährlich in den Genuss, mit einem Châteauneuf-du-Pape Blanc Roussanne Vieilles Vignes von Beaucastel gefüllt zu werden. Der Großteil davon ist für die gastronomische Elite der Grande Nation fest reserviert, umso mehr gilt: Dieser Text handelt von einer außergewöhnlichen Rarität. Es sind die Perrins, die „Première Famille“ der südlichen Rhône, die mit diesem Meisterwerk regelmäßig Punkte nahe der 100er-Decke einfährt – ihrer Geschichte gebührt besondere Beachtung. Im Jahr 1549 legte der Adelsmann Pierre de Beaucastel mit dem Erwerb einer Scheune nebst Landbesitz den Grundstein für den Weinbau. Fast fünf Jahrhunderte später steht sein Name mit Château de Beaucastel geradezu emblematisch für die ruhmreiche Appellation von Châteauneuf-du-Pape. 1909 ging der Beaucastel-Besitz auf einen Mann namens Pierre Tramier über, der nur wenige Jahre später die Leitung des Weinguts an seinen Schwiegersohn Pierre Perrin übertrug, womit auch der zweite Name in der Welt war. Perrin-Nachfolger Jacques kam schließlich das Verdienst zu, das Weingut ab den 1950er-Jahren in jene Sphären zu führen, die Robert Parker mit „among the finest in in the world“ beschreibt. Jacques war es auch, der als Pionier schlechthin schon früh auf naturnahen Weinbau setzte – bereits 1974 erreichte er die vollständige Transformation auf Biodynamik. Aktuell ist es die dritte und vierte Perrin-Generation im familiären Schulterschluss, die Château Beaucastel zu immer neuen Spitzenleistungen treibt. Winzer aus Châteauneuf-du-Pape gelten gemeinhin als die Könige der Cuvées. Bis zu dreizehn unterschiedliche Rebsorten können – und dürfen – gemäß Statuten der AOP verarbeitet werden, womit die Weine aus der päpstlichen Appellation – zumindest traditionell – zu den handwerklich komplexesten Kreationen ihrer Art zählen. Die Wahrheit jedoch ist: Nur wenige örtliche Weingüter geben sich heute noch der Mühsal hin, einen Châteauneuf tatsächlich in dieser Tradition zu erzeugen – Château Beaucastel gehört wie selbstverständlich zu diesem erlesenen Kreis. Können, aber nicht müssen… Es zählt zu den bisweilen irritierenden Eigentümlichkeiten der Appellation, dass es zwar dreizehn Rebsorten sein können, bisweilen auch sind, es buchstäblich aber nur eine jener dreizehn sein muss. Ein reinsortiger Grenache mag darum zwar die Ausnahme als die Regel sein, darf aber dennoch den päpstlichen Segen zu Recht beanspruchen, wenn er nachweislich von dort stammt. Ebenso zulässig wie ungewöhnlich ist ein weißer Châteauneuf-du-Pape, der sich als reinsortiger Roussanne vorstellt – und jener von Beaucastel ist dann auch gleich außergewöhnlich. Der Châteauneuf-du-Pape Blanc Roussanne Vieilles Vignes stammt vom ältesten Plot auf Beaucastel. Schon als Dynastie-Gründer Pierre Perrin das Zepter übernommen hatte, wurzelten die Roussanne-Reben auf dem sandigen, von Rhône-typischen Galets bedeckten Terroir. Sie kommen somit auf ein Durchschnittsalter von beeindruckenden 120 Jahren; fast nie bekommt die Kennzeichnung „Vieilles Vignes“ eine derartige Berechtigung. Die Trauben werden mit leichter Überreife geerntet – natürlich per Hand, das ist Beaucastel-Standard. Der Ertrag ist mit 20 Hektoliter pro Hektar sehr gering, die Selektion der Trauben beispiellos streng. 70 % der Ernte reift in Stahltanks, 30 % in Eiche, ein großer Anteil davon in neuem Holz, auch wenn man das später ob der leichtfüßigen Eleganz des Weins gar nicht glauben mag. Zur Komplexität dieses Geniestreichs gehört, dass sich der Châteauneuf-du-Pape Blanc Roussanne Vieilles Vignes von Beaucastel in seinen mittleren Jahren üblicherweise verschließt. Darum empfehlen die Perrins, ihn entweder binnen von drei Jahren oder erst wiederum nach 15 Jahren zu öffnen. So oder so: Man sollte einen besonderen Moment wählen, denn dieser außergewöhnliche Wein erhebt sich weit über jede Alltäglichkeit. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Im Glas präsentiert sich die extrovertierte Rhône-Schönheit in einem intensiv-kräftigen Gold. Man sieht sofort: Dieser Weg wird kein leichter sein, aber die Verführung ist dann doch viel zu groß, ihn nicht zu gehen. Die Nase ist ungeheuer opulent und komplex. Honig, sehr reife Früchte, vor allem Aprikose und Pfirsich, dazu der himmlische Duft von frischer Brioche. Der Gaumen gleitet auf Rosmarin und Anis, dicht und raumgreifend, mit seidiger Textur und eleganter Mineralität. Bis ins enorm lange Finale hinein verliert er keine Spur seiner Frische. Was Kritiker zu dem Wein sagen 97 Punkte von James Suckling „Erstaunliche Nase von getrockneten Aprikosen und karamellisierten Birnen, mit viel Komplexität von gerösteten Nüssen. Am vollmundigen Gaumen ist er sehr reichhaltig und weich, er gleitet über den Gaumen. Opulent im besten Sinne, die Cremigkeit sehr sinnlich, und dann kommt der erstaunlich anmutige und richtig trockene, superlange Abgang. Aus biologisch angebauten Trauben. Trinken oder aufbewahren“. 97 Punkte von Robert Parker „Der 2022 Châteauneuf du Pape Roussanne Vieilles Vignes ist ein weiterer triumphaler Jahrgang für diese Abfüllung. Der Wein, der in einer Kombination aus neuer und gebrauchter Eiche vergoren und ausgebaut wurde, ist reif und honigartig, mit üppigen Pfirsich- und Melonenfrüchten, die jedoch nie übertrieben wirken. Vollmundig, reif und rund, ist er im Mund ausladend, aber nie schwer und endet lang und luxuriös, mit subtilen Noten von Holzgewürzen, Honig und Zitrusfrüchten. 2023 bis 2030 zu trinken“. 95 Punkte von Vinous „Der rassige 2022 Châteauneuf-du-Pape Blanc Roussanne Vieilles Vignes ist ein weiterer brillanter Weißwein von dieser zuverlässigen Adresse. Dezente Zedernholznoten, Zitronenschale, reife Birne, gelber Apfel und Frühlingsblüten werden in den Vordergrund gerückt. Zitronenverbene-Tee und Melone fügen weitere Dimensionen hinzu. Mit viel Konzentration und Spannung bahnt sich der 2022er seinen Weg zu einem saftigen Abgang, der mit einem eleganten Nachgeschmack verbleibt. 2026 bis 2037 zu trinken“. Perfekt, um den Moment zu genießen – ob solo oder zum Essen.
 

Flasche:               Preis pro Liter: 332€/1L
EAN:                    3296184020669
Allergene:           enthält Sulfite

 

Bild: Weinfreunde

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