Der Colombard – in aller Munde und doch relativ unbekannt

Der Colombard – die unbekannte “tierische“ Traube

Der Colombard – in aller Munde und doch relativ unbekannt

Diese Rebe ist tatsächlich in sehr vielen Getränken vorhanden. Aber kaum jemand kam mit ihrem Namen in Berührung. Wie funktioniert das? Der Hauptgrund liegt mit darin, dass diese Traube bis vor wenigen Jahren fast ausschließlich als reine Brennereitraube genutzt wurde. Aus ihr wurden hochwertiger Cognac oder Armagnac hergestellt. Erst durch die Anwendung von modernen Technologien bei der Gärung, die im Edelstahltank deutlich langsamer und auch gekühlt stattfinden konnte, entdeckte man dem Colombard ebenfalls als lebendigen und frischen Weißwein.

Das erste Mal wurde diese Rebe im Jahr 1706 erwähnt. Zu dieser Zeit entwickelte sie sich in der Charente aus einer natürlichen Kreuzung aus dem Gouai Blanc und dem Chenin Blanc.
Den Namen erhielt sie aufgrund der gräulichen Färbung der Trauben. Denn “colombe“ ist die französische Bezeichnung für die Taube.

Die Eigenschaften des Colombard

Diese Rebe ist sehr fruchtbar und wachstumsstark. Zusätzlich zeichnet sie sich durch ihr kräftiges, hartes Holz aus. Sie hat noch eine ganz besondere Eigenschaft. Ihre Blüten sind zwittrig und können sich somit selbst bestäuben. Während bei anderen Trauben noch männliche Pflanzen angebaut werden müssen, die keinen Ertrag bringen, kann man beim Colombard auf diese Maßnahme verzichten.
Nicht nur, dass die ganze verfügbare Fläche für den Ertrag genutzt werden kann. Der Ertrag ist zudem noch sehr hoch. Auf einem Hektar Weinbaufläche erhält man mindestens 100 Hektoliter Wein.
Dafür braucht die Traube aber auch den perfekten Boden. Dieser muss sehr kalkhaltig sein. Auch Lehm-Kalk-Böden werden gerne angenommen.

Zusätzlich braucht die Pflanze auch ein angenehmes Klima. Es muss gemäßigt, aber warm sein. Spätfröste sollten unbedingt vermieden werden. Dementsprechend treibt sie auch eher spät aus. Referenztraube ist dabei der Chasselas, der im Schnitt nur zwei Tage früher austreibt. Die Reifeperiode ist eher mittellang. Der Colmbard ist ein Wein der zweiten Reifeperiode. Um gut wachsen zu können, brauchen die Trauben genug Feuchtigkeit. Die Versorgung mit Wasser muss also hervorragend sein. Trockene Regionen eignen sich gar nicht für den Anbau.
Leider gehen auch an dieser Traube die Krankheiten nicht vorbei. Sie ist sehr anfällig für den Echten Mehltau und die Rohfäule.

Die Geschmacksrichtungen des Colombard

Mit dem Colombard holt man sich einen hohen Spaßfaktor ins Weinglas. Die Weine überzeugen mit ihrer feinen, aber trotzdem deutlich spürbaren Säure und dem hohen Alkoholgehalt. Sie werden meist im jungen Alter zwischen 1-3 Jahren genossen, da dann ihre Spritzigkeit besonders gut zur Geltung kommt.

Beliebt sind sie auch aufgrund ihrer fruchtigen Aromen. Diese bestehen aus feinen Noten von Ananas oder Apfel über Mango und Passionsfrucht bis hin zur Zitrone oder Limette. Auch Birnen, Pfirsiche und Nektarinen können während des Genusses herausgeschmeckt werden. in Einzelfällen wurde auch ein blumiges Aroma festgestellt.

Aufgrund des vorwiegend fruchtigen Geschmacks kann der Colombard nicht wie viele andere Weine zu nahezu allen Gerichten getrunken werden. Dieser Wein passt ausschließlich zu Speisen mit hellem Fleisch. Aber auch zu Käseplatten kann er wunderbar getrunken werden.

Anbauregionen für den Colombard

Frankreich

Diese Rebe ist eine urfranzösische Rebe. Sie stammte ursprünglich aus der Charente im Westen des Landes. Da die Traube immer noch ein Hauptbestandteil für die Cognac-Produktion ist, wird sie auch verstärkt in der Region Cognac nördlich von Bordeaux angebaut. Dies ist sogar die Hauptanbaufläche dieser Rebe in Frankreich, da hier auch die Bodenverhältnisse und das Klima genau zu den Anforderungen des Weinstocks passen. Auch in der Region Armagnac wird diese Traube wieder verstärkt angebaut. Heute nimmt sie knapp 7.500 ha der französischen Weinbaufläche ein.

Weltweit

Neben Frankreich wird diese Rebe nur noch in sehr wenigen Ländern weltweit angebaut. Dort erreichen die Anbauflächen aber mitunter beträchtliche Größen.
In Kalifornien spielt er im Central Valley eine beachtliche Rolle. Dort ist er unter dem Namen French Colombard bekannt. Die Rebe ist dort die zweitwichtigste Weißweinsorte und wird auf über 10.000 ha Rebfläche angebaut. Heraus kommen halbtrockene bis trockene Tafelweine, die zudem äußerst preisgünstig sind.

Weiterhin wird eine ähnlich große Fläche auch in Südafrika bestückt. Dort wird sie Colombar genannt. Im Gegensatz zu Kalifornien werden hier aber eher halbsüße Weine hergestellt. In letzter Zeit werden aber auch vermehrt trockene, spritzige Weine aus den Trauben gekeltert.
Kleinere Bestände werden zudem noch in Australien, Spanien, Mexico, Israel und Thailand angebaut.

© Robert Kneschke / Fotolia.com (48751480) – Weinwissen – Rebsorten – Der Colombard – in aller Munde
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